Motorklopfgeräusche bei Beschleunigung Duratec V6

Steffel

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26 April 2018
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Hallo Zusammen,

ich fahre seit 16 Jahren einen Cougar Bj. 1999 mit einem V6, Motorcode LCBA:

Ich habe seit geraumer Zeit Probleme mit dem guten Wagen. Begonnen hat es damit das bei einer Drehzahl von 1800u/min der Auspuff und alle daran befindlichen Bleche besonders der Hitzeschutz am KAT zu rasseln anfingen. Bei Überstreichen von 2000 u/min wurde das Geräusch schwächer.
Schnell war klar das vom Motor eine Eregerfrequenz erzeugt und der Abgasstrang in Resonanz ging.
Das Beschriebene lies sich im Stand erzeugen/wahrnehmen. Dabei spürte man auch ein deutlich rauen Lauf des Motors.
Abhorchen mit Metallstab am Ohr lies ein klackern wahrnehmen aber keine konkrete Stelle.
Bei der Fahrt war das Rasseln des Abgasstranges nicht so sehr zu hören dafür ein strakes kloppfen besonders wenn ich beschleunigt habe.
Der gute Motor hatte zu diesem Zeitpunkt 245.000km runter (übernommen habe ich ihn bei 87.000km) und hat bis dahin wunderbar funktioniert.

Mein erster Gedanke, wo wir Ihn auf der Bühne hatten -> Pleulagerschaden . Allerdings fehlt das typische Klopfen beim Abtouren.
Um Gewissheit zu haben habe ich die Ölwanne abgenommen und mir die Pleulager angeschaut.
Zum Glück muss ich sagen es ist kein Pleullagerschaden gewesen. Die Lagerschalen waren intakt, ledeglich die Einlaufschicht war im Druckpunkt etwas eingelaufen. Messung mit Plastigage ergaben das dass Spiel noch in der Tolernaz liegt. Die Hubzapfen habe ich auch gemessen, waren lt. Cilton ebenfalls in Toleranz und rund.
Trotzdem habe ich neue Schalen bestellt, ebenfalls nochmal mit Plastigage gemessen, etwas enger aber kein wesentlicher Unterschied.
Alles wieder montiert. Dabei die Hauptlager abgedrückt und kein Spiel festegstellt.

Nachdem ich alles zusammen gebaut habe war das Resonazgeräusch am Abgasstrang weg. Durch das Lösen des Hosenstücks etc. und wieder montieren hat sich eine bessere Steifigkeit/Kopplung eingestellt, so vermutte ich. Der raue Lauf des Motors war weiterhin deutlich spürbar.

Da nun das Rasseln im Stand etwas leiser war konnte ich mittels Metallstab den Motor besser abhorchen und lokalisierte die Kettentriebseite wo ein leichtes Klackern zu vernehmen war, Kettenspanner, gebrochener Rollenkipphebel?

Zusätzlich muss erwähnt werden das zum selbigen Zeitpunkt ein starkes klappern bei Unebenheiten wahrzunehmen war. Erst dachte ich es wäre im Handschuhefach.
Darum der Verdacht das ein Rollenkipphebel gebrochen ist und im Oberbau rumklimbert.
Daher Brück und Deckel runter von beiden Bänken alles angeschaut und nichts festgestellt was vermutet wurde. Auser das die Ketten der Bank A ungewöhnlich locker gegenüber der Bank B war. Was den Verdacht des Kettenspanners erhärtete trotz Sperrklinke vielleicht jener durchlässt.

Der anstehende TÜV lies den Wagen nicht durch wegen Ölaustritt am Motor, ansonsten wäre alles gut. Daher habe ich den Motor rausgeholt.
Dabei die Kopfdichtungen erneuert, Ventile (ein) saubergeschliffen, Ventilschaftdichtungen neu, Ölpumpe und die beiden Kettenspanner erneuert . Gleitschienen waren noch sehr gut.
Bei dem Kettenspanner der Bank A war das Überdruckventil defekt dieser hat einfach durchgelassen.

Bei der Motordemontage ist mir aufgefallen das jenes Klappern vom Motorlager rechts gekommen ist. Irgendwas hat sich bei der hydrostatischen Dämpfung im Inneren gelöst und klapperte. Wenn ich das Lager geschüttelt habe klapperte es sehr hell fast wie Plastik -> ausgetauscht Klappern weg.

Den Motor alles wieder zusammengebaut und in den Wagen verbracht. Natürlich gleich noch die Kupplung getauscht obwohl noch 0,3mm drauf waren :0)
Alles wieder montiert und zum TÜV, zur Nachuntersuchung -> Plakette bekommen.

Aber zum großen Verdruss das Kloppfen beim Beschleunigen bzw. der raue Lauf im Stand bei verschiedenen Drehzahlen ist noch immer.
Was ich mit sagen muss ich habe die Kolben bei der Motoraktion nicht gezogen und die Bohrung und Kolben nicht vermessen.
Da ich keinerlei Ölverluste (Kipper) zu beklagen hatte habe ich das gelassen. Im Nachgang ärgere ich mich nun doch ein bisschen.

Da mir mechanisch die Ideen ausgingen habe ich mit Forscan verschieden Werte ausgelesen etc. Keine Fehlercods nix.
Ich hatte noch den Drosselklappensensor in Verdacht da hier der Stecker kaputt war und Feuchtigkeit diesen ggf. zugesetzt haben könnte.

Neuer Stecker und Sensor brachte keine Besserung. Die Zünspule habe ich durchgemessen die Werte passen zum Cilton, Zündkabel im dunkeln bei laufenden Motor abgesprüht keine Fehler.
Was mir noch aufgefallen ist bei kalten Außentempertauren ist das Kloppfen besonders stark zu hören gegenüber milden bis warem Temperaturen.
Weiter ist es erwähnenswert das es nur in der Beschleunigung auftritt, nicht bei Schubabschaltung am Berg warum ich was mechanisches inzwischen ausschließe.

Ganz wichtig ist auch wenn ich versuche im Stand die Sache zu simulieren entstehen nicht die Geräusche wie bei der Fahrt. Der raue Lauf ist zwar vorhanden aber nicht das starke Klopfen. Ich hatte schon die Idee den Wagen aufzubocken und mit eingelegten Gang zu arbeiten damit man den Geschwindigkeitssensor was vorgaugelt und der Motor entsprechend arbeitet und dann mal abhorchen. Nur die Last fehlt was wieder den Versuch abweichen lässt von der Realität.

Bei Forscane sehe ich leider nur den Kurbelwellensensor, hat jemand eine Idee wie man den Nockenwellensenor auslesen kann als zweite Alternative zu Ford?

Ich hege langsam den Verdacht das dass PCM einen falschen Zündzeitpunkt errechnet und es daher zum Kloppfen kommt. Ist sowas möglich ohne das ein Fehlr gesetzt wird, ansich müsste hierfür Missfire gesetzt werden?
Die Zündwinkel welche Forscan ausgibt passen ansich. Wobei ich sagen muss alles nur im Stand ausgelsen während der fahrt noch nicht, aber warum sollte er es dort genau anders machen.

Hat vielleicht noch jemand eine Idee?


Beste Grüße
 
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