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Test 2
 
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Kombifahrer

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der heißt GT.
gt 40 ist der historische vorgänger und le mans sieger.
 
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naklar

Gast im Fordboard
Fahrbericht: Ford GT



Damals in Daytona. Bruce McLaren und Chris Amon hatten 1966 beim 24-Stunden-Rennen von Daytona einen Ford GT 40 als erste über die Ziellinie gebracht, gefolgt von drei weiteren GT 40, und gewannen im gleichen Jahr das 24-Stunden Rennen in Le Mans.

Insgesamt gewann der Ford viermal in Le Mans, siegte auf allen großen Rennstrecken der Welt und wurde vor allem in einer hellblauen Lackierung als Gulf-Mirage-GT 40 berühmt. Rennfahrer wie Jacky Icks, Dan Gurney, Brian Redman und Jackie Oliver schrieben GT-40-Geschichte.

Heute in Cochstedt. Ein Flugplatz bei Aschersleben, eingebettet in eine unwirkliche Kulisse. Auf der großzügigen Zufahrtsstraße fahren keine Autos. In Plattenbauten mit zerborstenen Fensterscheiben wohnen keine Menschen. An der Bushaltestelle hält kein Bus. Denn Cochstedt Airport ist tot. Eine Fehlplanung. Man kann ihn für 30 Millionen Euro kaufen. Aber niemand will ihn. Nur ein paar Autotester kommen hin und wieder. Dann erwacht Cochstedt. Und manchmal, wenn das richtige Auto mitfährt, ist das Erwachen besonders schön.

Zum Beispiel, wenn der Tag mit einem Ford GT beginnt. Er darf nicht mehr GT 40 heißen (die Namensrechte liegen bei einer Firma in England), aber er ist so flach und faszinierend wie damals, und unter einer Glasscheibe im Heck wohnt ein V8-Motor mit 550 PS. Fünf Komma vier Liter! Nein, wir reden nicht über Verbrauch sondern über Hubraum. Ein Eimer voll. Darin muss man sich acht große Kolben vorstellen, säuberlich im V-Format aufgereiht und mit zwei obenliegenden Nockenwellen und 32 Ventilen garniert. Ein Startknopf erweckt sonores Brummen , der V8 läuft stabil im Leerlauf. Die Kupplung greift weich, aber dann packen 678 Nm Drehmoment bei 3250/min zu, es geht vorwärts wie im startenden Flugzeug (0-100 km/h in 3,3 s).

Der Sieben-Liter-Motor der alten Le-Mans-Siegerautos konnte es übrigens nicht viel besser, und bei über 300 km/h auf der Startpiste bekommt man eine Ahnung davon, wie es den Rennfahrern auf der langen Geraden in Le Mans ergangen sein muss. Riesige Bremsen pressen mich beim Anbremsen in die Gurte, fette Gummiwalzen (vorn 235-, hinten 315-Reifen) lassen den GT auf dem Asphalt kleben.

Das pure Fahren. Rennwagen-Gefühl, aber alles funktioniert überraschend leicht. Der GT folgt der Lenkung wie ein Kart, die Gänge rasten sauber ein, jede Bewegung des Autos ein Vergnügen. Faszinierend. Ein Sammlerstück. Für ca. 150 000 €. Okay, es wird also auch bei diesem Traumauto wieder nur beim Modell für meine Vitrine bleiben.

Leicht zu bedienen? Ja. Schaltung? 6 Gänge, klack-klack. Lenkung? Direkt. Komfort? Spürbar. Ausstattung? Satt: Radio, Klimaanlage, elektrische Fensterheber. Straßenlage? Wie ein Brett. Leistung? Oh, Mann. Geräusch? Whhoooww. Exklusivität? Ja. Europa bekommt 101 Stück, Deutschland nur 14. Kofferraum? Minimal. Übersichtlich? Nein. Sparsam? Nein. Vernünftig? Nein – oder doch, für Sammler. Einsteigen? Nein, sportlich einfädeln! Aussteigen? Will man nicht.

© ADAC
 
W

wotschi

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Nur zur Erinnerung:
Das hatten wir schon mal (von Guido und nochmals unter "sonstige Fahrzeuge")
:idee
 
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