Ford Ausbildung läuft trotz Pandemie digital weiter

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Ford Auszubildende hatten in der Corona-Pandemie keine Nachteile für ihre Ausbildung. Bereits seit letztem Jahr hat der Kölner Automobilhersteller die Digitalisierung vorangetrieben, so dass Ausbilder wie Auszubildende nun davon profitierten. Die Ausbilder stellten den Lehrplan derart um, dass theoretische Inhalte vorgezogen wurden. Die komplette Ausbildung wurde und wird von zu Hause aus fortgeführt. Den Auszubildenden, die nur über ein Smartphone verfügten, wurden Laptops oder Tablets zur Verfügung gestellt, so dass alle dieselbe Arbeitsgrundlage hatten. Die Ausbildung fand und findet über Webkonferenzen oder Online-Lernplattformen statt. Nur noch ein geringer Anteil des Lehrmaterials besteht aus Arbeitsblättern, die ausgeteilt und nach Bearbeitung wieder eingesammelt werden. Bei diesen Gelegenheiten haben die Auszubildenden auch die Möglichkeit, mit ausreichendem Abstand ihren Ausbildern Fragen zu stellen.

Nachdem am 4. Mai die Produktion schrittweise wieder hochgefahren wurde, kehrten auch die ersten Auszubildende in das Ford Ausbildungszentrum zurück. Das betraf vor allem die 80 Auszubildende in Köln und 20 in Saarlouis, die kurz vor ihrer Prüfung stehen und an Maschinen üben müssen. Die Arbeitsplätze sind entsprechend der Ford-seitigen weitreichenden Hygienevorschriften umgebaut worden, beispielsweise wurden Plexiglasscheiben zwischen Arbeitsbereichen installiert, Pausenräume abgetrennt und Wege zu Einbahnstraßen definiert. Um eine größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, müssen sowohl diese 100 Auszubildenden als auch ihre 20 Ausbilder (15 in Köln, 5 in Saarlouis) zusätzlich zu den gängigen Sicherheitsstandards wie Arbeitsschutzbrille mit Mund-Nasen-Schutz und gegebenenfalls Gesichtsvisier arbeiten sowie vor Betreten des Werkgeländes ihre Temperatur messen und drei Gesundheitsfragen beantworten.

Alle anderen Auszubildenden, darunter angehende Kaufleute oder IT Auszubildende, arbeiten beziehungsweise lernen, wie die meisten administrativen Bereiche der Ford-Werke, weiterhin von zu Hause.

Betroffen sind aktuell in Köln insgesamt 470 Auszubildende, von denen 115 im Sommer ihre Prüfung ablegen werden. Am saarländischen Standort Saarlouis betreffen diese Maßnahmen rund 142 Auszubildende, von denen sich ca. 13 demnächst zur Prüfung vorstellen.

Auswirkungen hat die Situation auch auf das nächste Ausbildungsjahr. Der Tag der offenen Tür wurde auf September verschoben, ebenso der Start der Bewerbungsphase auf den 2. Juni. Nur die persönlichen Auswahlgespräche haben weiterhin Bestand. Dazu werden Konferenzräume so eingerichtet, so dass sich Bewerber und Auswahlgremium mit ausreichendem Abstand ein direktes Bild machen können.

Trotz des enormen Aufwandes, innerhalb kürzester Zeit den Lehrbetrieb umzustellen, die Ausbildung zu digitalisieren als auch die Werkstätten entsprechend umzubauen, blieb den Ausbildern noch Zeit, sich nebenbei ehrenamtlich zu engagieren. Sowohl in Köln als auch im Saarland nutzten die freiwilligen Helfer 3D-Drucker, um Mund-Nasen-Schutzmasken, Gesichtsvisiere sowie weiteres Zubehör für Mund-Nasen-Schutzmasken zu produzieren. Diese Hilfsmittel wurden an beiden Fertigungsstandorten an örtliche Krankenhäuser und Hilfsorganisationen übergeben. Allein in Saarlouis kamen so mehr als 525 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit zusammen. In Köln wurden darüber hinaus 1.250 Gesichtsvisiere an zwölf Schulen verteilt, weitere Schulen werden folgen. Bei Bedarf wird der Automobilhersteller weitere Visiere produzieren und ebenfalls spenden.
 

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